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Geschichte

Siegersdorf (Sighartsdorf) wurde schon 1275 im baierischen Salbuch erwähnt, abgabepflichtig den Herren von Hiltpoltstein und ab 1289 den Herren von Wildenstein, die ihrerseits ihre Abgaben an den Hohenstein mit dem damaligen Klostervogt des Klosters Bergen zu entrichten hatten. Namen von Mitgliedern der Familie der Siegersdorfer sind später noch in Schnaittach und in der Nürnberger Handwerkerliste von 1363 zu finden. Das Eigentumsrecht am Hohenstein wie auch am Rothenberg und an Hersbruck wurde 1359 von Kaiser Karl IV. dem Kloster Bergen abgekauft, der für seinen militärischen Stützpunkt auf dem Rothenberg die Pfarrei St. Wenzel errichtete.

Seit 1366 / 68 unterhielten die Siegersdorfer Bauern mit ihren Einkünften und Abgaben die neue Pfarrei St. Wenzel auf dem Rothenberg. So hatte es Kaiser Karl IV. verfügt. Nach Einführung der Reformation gingen diese Leistungen auf die Ganerben der Herrschaft Rothenberg über, obwohl es die sogen. „Frühmesse“ nicht mehr gab. Im Zuge der Rekatholisierung gelangten die Einkünfte an die katholische Kirche zurück, nicht ohne langwierige Verhandlungen mit der noch für längere Zeit bestehenden Ganerbschaft. Im Gefolge des Spanischen Erbfolgekrieges kam der verwüstete Rothenberg für wenige Jahre (bis 1715) unter Nürnberger Verwaltung. Beauftragter der Freien Reichsstadt war während dieser kurzen Zeit der Laufer Spitalmeister. Danach erhob Kurbayern seine Ansprüche auf die Einkünfte der Rothenbergpfarrei. Der Kurfürst, bzw. seine Regierungsbeamten in Amberg, forderten daher vom Neunkirchener Pfarrer ein genaues Verzeichnis der Einkünfte ein.

(Zur jüngeren Geschichte von Siegersdorf siehe Pfarrei Kersbach, Kirchengeschichte nach 1806 und Kersbach, Gemeindereform 1972.)