Rabenshof, schon 1275 urkundlich erwähnt, gehörte im Mittelalter unmittelbar zur Abtei Bergen. Siegersdorf leistete bereits im gleichen Jahr seine Abgaben an den klösterlichen Oberverwalter auf dem Hohenstein. Die Eigentumsrechte an dieser Burg und am Markt Hersbruck wurden im Jahr 1359 von Kaiser Karl IV. dem Kloster Bergen abgekauft. Teile des ehemaligen Landbesitzes blieben der Abtei noch bis 1504, 1529, bzw. bis 1556 erhalten. In Kersbach lebten im Spätmittelalter die Herren von Sittenbeck (auch Sickenbeck) mit ihren Familien, klösterliche Niedervögte, die im Ort ein Wasserschloss bewohnten. Nach ihrem Aussterben fiel ihr Besitz an das Haus Wittelsbach heim, dem seit dem Hochmittelalter die Hauptvogtei mit dem Hohenstein zustand. Kaiser Karl IV. stiftete 1366/68 mit Siegersdorfer Abgaben zwei Frühmessen auf dem von ihm gekauften Rothenberg. Dort gab es seit etwa 1330 eine Marienkapelle. Der Kaiser begründete zusätzlich für Soldaten und Bedienstete seiner militärischen Zentrale auf der Bergeshöhe die Pfarrei St. Wenzel.