Im Jahr 1885 ersetzte die Gemeinde Kersbach die kleine, gebraucht gekaufte Orgel aus Ottensoos durch eine neue Kegelladenorgel der Firma Steinmeyer, Öttingen, ein Instrument mit neun klingenden Registern. Hundert Jahre später baute Volkmar Krätzer, Nürnberg, ein zweites Manual als Schleiflade mit weiteren sechs Registern ein.
Im gleichen Jahr 1985 gelangte die umfassende Grundsanierung und Restaurierung der Kirche zum Abschluss. Dazu stiftete der damalige Pfarrer, Geistlicher Rat Georg Drummer, aus eigenen Mitteln die Ölbilder im Deckengewölbe und die Grisaillen in den Stichkappen. Sie sind ein Werk des Nürnberger Kunstmalers Georg Kuboth.
In den Jahren 1838/39 wurde die Festung Rothenberg aufgelassen. Der Rothenberger Pfarrverweser, Daniel Mertel, und der Kersbacher Gemeindevorsteher, Michael Haberdasch, beantragten in Bamberg die Bildung einer eigenen Pfarrei mit den Orten Kersbach, Weißenbach, Siegersdorf, Rabenshof sowie Enzenreuth und dem Hinterhof aus dem ehemaligen Vermögen der Festungspfarrei. Im neuen Pfarrsprengel von Kersbach sollte außerdem eine Schul- und Mesnerstelle entstehen. 1841 genehmigte der Freiherr von Lerchenfeld diesen Antrag, und so amtierten ab 1849/50 Pfarrer und Lehrer in Kersbach. Das Gnadenbild der Muttergottes vom Rothenberg, einst Ziel großer Wallfahrten, fand nun in Kersbach eine neue Heimat.